DER VOLVO !!!!

Nach den letzten Umbauten des MAN TGS, Mercedes Arocs Halfpipe und Joskin-Kippers wollte ich mich wieder einmal auf etwas "eigenes" - "spezielles" - "anderes" besinnen. 

Diese Idee geistert mir schon lange im Kopf herum und soll nun endlich ans Licht. Dieses mal werde / will / muss ich den Baubericht vorerst in zwei Kategorien teilen, da ich, je nachdem wie ich Lust habe, im einen Bereich oder eben im anderen Bereich weiter baue. Ist vielleicht etwas verquer, aber so ist ein Modellbauerhirn eben auch :-) 

 

Kapitel I:

Die Kabine: 

Jetzt kommen wieder die ganzen Wünsche: 

Es soll ein Volvo werden, aber nicht irgendein Volvo, sondern ein VOLVO FMX. 
Ja, ja, es gibt eine Kabine. Aber neben dem Verlust von Euros, dem fehlenden Spaß etwas eigenes zu erschaffen, geht auch der Maßstab komplett den Bach runter!

Der FMX hat eine Originalbreite von 2490 cm. Dies wären auf Bruder-Maßstab 1:16 (und da soll er ja dazu passen) eine Breite von 15,56 cm. Die am Markt verfügbare Kabine des FMX, welche 1:14 sei, hat lt. Händler eine Breite von 24 cm. (Ihr könnt euch das ja mal ausrechen...) 

Aufgrund dieser Diskrepanz fällt die Kaufkabine gleich mal weg!

Mit einem 3D Drucker kann man ja tolle Sachen machen, aber alleine wenn es um die Scheiben geht, stehe ich wieder da. Dann fehlen Details und wer es noch nicht wusste: Es gehen Stunde und Tage für die 3D Zeichnung und das Drucken ins Land! NEIN! So ein Modellbauer bin ich nicht. Ich will ja BAUEN! OK, gut, ich entscheide mich mal wieder zu "bescheißen" (wie beim Mack), packe mein Skalpell aus und ab zum OP-Tisch. 

Nach ein wenig Planung stand fest: 

Die Kabine des Mercedes Arocs von Bruder wird durch Dr. Florian Bader mittels plastischer Chirurgie an der offenen Karosse zu einem Volvo FMX umoperiert.   *Schwester, Tupfer!*

Hier nun der Plan in Bild (ohne Ton - Stummfilm...) 

<VIDEO FOLGT>

 

So soll er mal aussehen, der Volvo FMX                                                   Und das, das ist der Mercedes Arocs. Der Spender der Kabinengrundlage

  

Mal grob skizziert und aus Pappe getestet, ob der Plan so funktionieren könnte. 

  

 

Da blutet einem das Modellbauer-Herz.... Die Kabine bzw. Front fällt dem Dremel zum Opfer.     Teilweise werden die Teile neu gespachtelt. 

  

 

Die Front wird aus Plastikplatten mit einem Cutter-Messer geschnitten.          Die Stoßstange ist frisch gespachtelt. Die oberen Teile Grundiert. 

  

 

Die Lampen wurden in die Stoßstange eingepasst und die Stoßstange nochmals abgespachtelt.   Einpassen der frisch gegossenen Lampengläsern. 

  

 

Lampengläser einpassen                                                                               ... und an die Rundungen der Karosserie anfeilen. 

  

 

Die selbst gegossenen und polierten Lampengläser                                     Karosserie/Stoßstange grundiert, die Lampengläser sind eingebaut. 

   

Die Lampenschutzgitter wurden aus Pappkarton geschnitten                     

  

Tagfahrlicht                                                                                                 Abblendlicht

  

Fernlicht

Der Direkte Vergleich der Fron:

  

  

 

 

Kapitel II: 

Das Fahrgestell: 

Ich will "zurück zum Modellbau". Also ohne fertiges Fahrgestell der bekannten Hersteller etwas eigenes Erschaffen. Etwas zum Leben erwecken. In 6 Tagen! Und am 7ten wird geruht, oder so...
*(Seit dem Ehrendoktor in Karosserie-Chirurgie , habe ich wohl doch einen Gottkomplex entwickelt...)  :-)) * 

Zurück zum Ernst und der Problematik meiner 1000 Wünsche. 

Der 3 Achser ist nett, der 4 Achser ist super, aber wirklich würdig reist man mit 5 Achsen :-) 

- Also ein 5 Achser

Antriebe? Na, ein 10x6 klingt doch hervorragend!

- 3 angetriebene Achsen

Super hervorragende Lenkung

- Also 3 Achs Lenkung = die ersten beiden Lenken + die hinterste Lenk

Geländegängikeit

- Die erste Federnd, die zweite Starr, drei und vier Pendeln, die letzte Federn

Herausforderung: 

Die letzte Achse soll also angetrieben, gelenkt und gefedert sein. Das wird interessant. 

 

So, nun zur Umsetzung: 

Das Grundgestell bildet ein Rahmen aus Alu-Profilen (15x15mm). Also nur halb so hoch wie der original Bruder-Rahmen. 
Ich möchte euch hier auch mal alternative Verwendungen für die Lenk- und Antriebsachse aus meinem Shop zeigen! 

Die Lenkachsen:
- Zwei Lenkachsen sind die Vario-Lenkachsen aus meinem Shop. 
- Die erste Lenkachse federt zur Normalstellung aus und ein. 
- Der Servo sitzt zwischen den beiden Lenkachsen ohne Umlenkung. Dadurch wird mehr Kraft auf die Achsen übertagen, aber der Platz vom Akku geht verloren. 
(Erste Version war die Lenkachse noch vorne. Durch die Gummireifen tat sich der Servo aber recht schwer...) 

  

 

Das Antriebspendel (Achse 4+5)

- Antriebsachse vier und fünf sind mit dem 3D-Pendel aus meinem Shop ausgeführt. 
- Befestigt mit den Adapterplatten. (Shop) 

Soweit so einfach... Nun zu Achse 5. 

Dies war der schwerste Umzusetzende teil. Erstmal nur antreiben, kein Problem. Dann aber Lenkbar machen, furchtbar. Nach viel hin und her, versuchen, feilen, neumachen, kam das hier heraus: 

Eine Lenkbare, federnde, Angetriebene Achse. 

Nach dem justieren habe ich einen Maximaleinschlag und eine Lenkgeometrie nach dem Ackermann Prinzip. Der Lenkradius und das Lenkverhalten ist einfach nur perfekt! 

(Wendekreis 102cm!!)

  

   

 

Nachdem das Grundgestelle fahrfertig  ist, habe ich begonnen den Unterbau der Fahrerkabine anzubringen. Diese ist nun Kippbar angebracht, damit die Elektronik und der Akku dort sauber und einfach untergebracht werden können. 

 

Das ganze wurde nebenbei auch mal schwarz lackiert....

...und die Heckstoßstange hergestellt...

   

Die Radkästen wurden aus 1mm Alu per Hand zurecht gebogen

  

 

Nach einer etwas längeren "Verletzungspause" und aufarbeiten anderer Arbeiten konnte es endlich weiter gehen. Die Kabine wurde fertig gestellt, der Kipper inkl. Endabschalter montiert und der Volvo FMX soweit Fahrbereit gemacht für einen ersten Ausflug auf die Baustelle: 

  

  

  

--> Video vom ersten Baustellen TAG folgt !!

 

Der erste Fahrtest war bombastisch! Der Volvo ist so ein Brett und macht einfach nur Laune und der Wendekreis!! Ein TRAUM !!

Und man sollte es nicht glauben: 
Länge 58 cm (Zum Vergleich: Mack Granite 61,5cm und der neue Volvo Dumper 68 cm)
Spurbreite vorn 16 cm (Zum Vergleich: MAN TGS 16,5 cm und der neue Volvo Dumper 22,5 cm)

 

Jetzt fehlt noch etwas "Deko". 

Der Akku soll noch eine Batteriebox bekommen und hier und da kommen noch ein paar Aufkleber und Beschriftungen drauf.