Umbau des Bruder Fendt 936

 

Dieser Umbau ist meiner Tochter (4) geschuldet, die natürlich auch gern ein ferngesteuertes Fahrzeug haben wollte.

...Und mal ehrlich. Die Kinderfahrzeuge auf dem Markt sind echt nicht das wahre. Wie soll man denn mit eine Schwarz/Weiss-Schaltung vernünftig und feinfühlig fahren? Kein Wunder, dass die Kids immer nur Vollgas geben, geht ja auch nicht anders! Zudem fehlt den meisten Modellen einfach die Power um auch richtig Spaß zu machen.

Nachdem ich mir sicher bin, dass das Fahrzeug nicht geschont wird, wurde ein schon recht lädiertes Bruderfahrzeug für den Umbau verwendet. Dies auch vor dem Hintergrund, dass es mein erster direkter Umbau eines kompletten Bruderfahrzeugs war.

Das ganze Projekt sollte eine "günstige" und "schnelle" Lösung darstellen. Ohne viel Schnick-Schnack. Einfach nur Fahren.

Aber wie heißt es so schön:
Es gibt zwei Arten etwas zu machen: RICHTIG oder NOCHMAL!
(aber dazu später mehr)

Hierfür habe ich mir eine gebrauchte Pistolenfernbedienung besorgt.
Danach ein Chinaservo in den Motorraum eingebracht, damit er direkt auf das bestehende Lenkgestänge eingreift.
Angetrieben wird das Ganze durch einen China-Fahrregler und einem GA25 Motor mit 100U/min (12V) welcher mittels Kegelräder die Hinterachse antreibt.
Soweit so gut. Alles eingebaut, angeschlossen, funktioniert bescheiden!

So sah das ganze dann damals aus:

Kar, 8V sind halt keine 12V. Also neuer Akku eingebaut mit 12V.
Alles wieder zusammen gesetzt. --> Erster Fahrtest --> Fahrregler abgeraucht.
Also ein Thor4S Regler rein und wieder probiert --> Nix geht.
Rumprobiert --> Fernbedienung defekt. Toll.
Neue Fernbedienung von Conrad besorgt. eingebaut. Fahrregler geht - Servo geht nicht.
Wieder rumprobiert --> BEC-Versorgung zu schwach --> Standardservo von Conrad besorgt, eingebaut. --> Jetzt geht´s !!

Zitat "Richtig oder Nochal"....

Nachdem das oben in 1 Minute beschriebene natürlich mit Versand und Umbau etc. eine gefühlte Ewigkeit dauerte, habe ich mich doch in der Zwischenzeit beim Schnick-Schnack nicht beherrschen können.

Also erstmal zu den jetzt bestehenden Grundfunktionen und Teilen:

- Motor ist der selbe geblieben. Allerdings wurde die Hinterachse nun Kugelgelagert
- Zum Lenken wurde im Motorblock ein Standardservo eingebaut
- Neue Fernbedienung funktioniert wunderbar
- Der neue 12V Akku passt gerade so quer unten ins Gehäuse
- Der Thor4S Regler verrichtet auch seine Dienste

Jetzt zum Schnick-Schnack:

- Die Dachbeleuchtung wurde eingebaut. Hierunter: 4 LEDs weiss vorne, 4 LEDs rot hinten.
- Weiter wurden 4 weisse LEDs in die Front (Motorhaube) eingebaut
- Hinten hat das Fahrzeug zum einen rote Rückleuchten bekommen
- Sowie 2 Rückfahrleuchten, welche nur beim Rückwärtsfahren an gehen.
- Im Fahrerraum wurden zwei Schalter eingebaut:
   Schalter 1 = Fahrmotor an/aus
   Schalter 2 = Anschluss für Heckgeräte an/aus
   (Dadurch ist es möglich, z.B. bei Fahrmotor aus - Heckanschluss an, einen Kipper über die FB zu steuern;
   oder wenn beides an ist auch z.B. ein Mähwerk/Schwader proportional zur Fahrgeschwindigkeit anzusteuern)
- Weiter wurde eine grüne LED am Armaturenbrett eingebaut, welche leuchtet, wenn der Heckanschluss aktiv ist.
- Der An/Aus Schalter des Fahrzeugs wurde in die Front des Motorblocks integriert.
- Ebenso wurde eine Halterung für eine Feinsicherung eingebaut, welche den Thor4s vor Zuviel Ampere schützt, 
  sollte der Motor blockieren.  (Lieber die Sicherung fliegt, als der Regler!)
- Die Sicherung hat auch eine grüne LED bekommen, damit man gleich erkennen kann, ob diese ausgelöst hat. 

Hier die ersten Bilder des Licht-Tests sowie des Schalter/Sicherung in der Front

   

Nach weiteren Arbeiten, Einbau der Kugellager und verstauen der ganzen Bauteile hier das fertige Ergebnis:

Der Fendt fährt sich einfach Klasse! Schön langsam, feinfühlig und doch mit genug Power um auch beladene Anhänger zu ziehen:

   

   

  (Grünes Licht = Heckanschluss für Anbaugerät aktiv.)

 

UPDATE 29.12.2015

Nachdem der Fahrersitz soweit fertig ist, habe ich mich dem Umbau des Fendt gewidmet. 

Zu allererst flog die starre Achse mit dem einen Motor raus und es wurde ein passend abgedrehtes Rohr eingesetzt, in welchem nun zwei Motore sitzen. 

 

Zudem wurde die Elektronik komplett neu eingebaut. 

Nachdem ich nun mehr Kanäle habe, konnten die Heckanschlüsse nun über die FB angeschlossen werden und es kam ein zweiter Heckanschluss dazu. 

Der eine Heckanschluss ist mittel Drucktaster am Lenkrad des Fahrerstuhls steuerbar. Der andere Anschluss über einen Poti am Lenkrad des Fahrerstuhls.

Weiter wurde ein neuer An/Aus Schalter sowie eine Ladebuchse eingebaut. So ist der Fendt schnell über die Buchse unter der Motorhaube aufzuladen. 

Durch den Umbau ist es natürlich platztechnisch nun richtig Eng! Es mussten der größere Empfänger, ein BEC-Modul sowie nun zusätzlichen Fahrregler untergebracht werden. 

Damit der Fendt auch gut auf der Straße liegt, wurden nun auch die Hinterreifen beschwert und haben nun ein Gewicht von je 500g je Hinterreifen. Die beiden Vorderreifen hatte ich ja schon mit zusammen 500g beschwert. 

Soweit ist auch dieses Projekt erstmal abgeschlossen!

Fahrvideos und Bilder zum Fahrerstuhl findet ihr hier: